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Ratgeber

WVTR - Wasserdampfbarriere

Die Abkürzung WVTR steht für “Water Vapour Transmission Rate” und beschreibt, wie viel Feuchtigkeit pro Zeiteinheit durch ein Material diffundiert – je niedriger der gemessene Wert, desto besser ist die Wasserdampfbarriere. Typisch angegeben wird WVTR g/m²/Tag (unter definierten Prüfbedingungen). In der Praxis ist WVTR besonders wichtig, wenn Feuchtigkeitsaufnahme durch ein Produkt die Qualität beeinflusst (z. B. Verklumpen, Verlust der Knusprigkeit, Genießbarkeit).

Messung & Prüfbedingungen:

Häufige Verfahren sind z. B. die IR-Sensor-Methode nach ASTM F1249 (für Barrierefolien) oder gravimetrische “Cup”-Methoden (Messung der Gewichtsveränderung über die Zeit). Die Messung der WVTR ist stark abhängig von der Temperatur und relativer Luftfeuchte – deshalb sind Werte nur vergleichbar, wenn die Testbedingungen identisch sind. Der angegebene WVTR-Wert eines Materials ist daher niemals statisch, sondern stets variable und in Abhängigkeit zum Testklima (Temperatur, relative Feuchtigkeit, Messmethode).

Gängige WVTR-Größenordnungen

Die folgenden Werte sind normalisierte WVTR-Bereiche für eine Folie mit 25 µm bei 38°C / 90% r. F.: 

  • BOPP/OPP: 3,9 - 6,2 g/m²·24h 
  • HDPE: 4,7 – 7,8 g/m²·24h 
  • CPP: 9,3 - 11 g/m²·24h 
  • LDPE: 16 - 23 g/m²·24h
  • EVOH: 22 - 124 g/m²·24h
  • Aluminium: gilt als praktisch vollständige Feuchtigkeitsbarriere.
Mehr Details und Praxisvergleiche zur WVTR-Barriere von unterschiedlichen funktionalen Barrieren findest du hier: Barrierefolien im Vergleich.

Über den Autor

Lasse Harder

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