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Wellpappe oder Mehrweg im Versandhandel?

LÖSUNGEN FÜR DEN VERSANDHANDEL

Jahr für Jahr verzeichnet der Versandhandel neue Rekordumsätze. Mehr Warensendungen bedeuten aber auch mehr Verpackungen, mehr Müll und mehr CO2-Ausstoß. Um die Auswirkungen auf das Klima zu begrenzen, sucht die Verpackungsindustrie daher stetig nach neuen, umweltfreundlichen Konzepten für Verpackungen und Versand.

Ein Trend, der sich immer stärker abzeichnet, besteht beispielsweise im Einsatz von Mehrwegverpackungen wie Versandtaschen und Boxen aus Kunststoff. Das zugrunde liegende Konzept ist einfach: Die Verpackungen werden nach der Zustellung ganz einfach wieder zurückgesendet, gereinigt und wiederverwendet.

In der Praxis sind Schachteln und Kartons aus Wellpappe mit einem Anteil von 90 Prozent nach wie vor die unangefochtene Nummer 1 im Versandhandel. Auf absehbare Zeit wird sich daran wohl auch nichts ändern, denn für die Verwendung von Wellpappe sprechen viele gute Gründe – sowohl praktisch als auch ökologisch.


 

ÖKOBILANZ: WELLPAPPE SCHLÄGT MEHRWEG

Mehrweg verursacht weniger Müll als Einweg. Das bedeutet allerdings nicht, dass Mehrweg tatsächlich immer der nachhaltigere Weg ist. Zu diesem Ergebnis kommt etwa eine Studie des bifa-Umweltinstituts über die Treibhausbilanzen von Mehrweg- und Einwegverpackungen.

Im Rahmen der Studie wurden verschiedene Verpackungsformen herangezogen (darunter Versandkartons, -boxen und -taschen) und anhand typischer Anwendungsfälle des Versand- und Online-Handels auf ihre ökologische Auswirkung untersucht.

Das Fazit: Beide Lösungen haben ihre Berechtigung. Welche günstiger für die Umwelt ist, hänge aber vom konkreten Praxisfall ab. In den meisten Anwendungsfällen schneiden Versandverpackungen aus Wellpappe jedoch etwas besser ab. Abfallvermeidung sei zwar wünschenswert, aber eben nicht das entscheidende Kriterium, so das Resümee.
 

 

 

WELLPAPPE: VORTEILE GEGENÜBER MEHRWEG

Die gute Ökobilanz von Karton- und Wellpappenverpackungen ist mehreren Aspekten zu verdanken. Positiv bewertet das bifaUmweltinstitut etwa die ressourcenschonende und energieeffiziente Herstellung. Ausschlaggebend sei aber vor allem die starke Schutzleistung bei nur geringem Verpackungsgewicht.

Mehrwegboxen aus Kunststoff sind bei gleicher Schutzleistung sehr viel schwerer als Wellpappenkartons. Es wird also mehr Material benötigt und mehr CO2 auf Transportwegen ausgestoßen. Hinzu kommen Umweltbelastungen durch die zusätzlichen Transport- und Reinigungsprozesse.

Ähnlich verhält es sich bei Versandtaschen: Mehrwegtaschen aus Kunststoff sind ökologisch gesehen zwar vorteilhafter als Kartons, schneiden aber nicht besser ab als Einwegversandtaschen aus Wellpappenrohpapier. Einsetzbar sind Versandtaschen überdies nur für bestimmte Waren. Somit sind sie auch nur bedingt als Ersatz für Kartons geeignet.

 

MEHRWEG IM VERSAND: GEMISCHTE AKZEPTANZ

Mehrwegverpackungen sind im Versandhandel noch nicht weit verbreitet. In einer repräsentativen Umfrage des IFH Köln gab nur ein Drittel der Befragten an, Mehrweglösungen für den Versandhandel zu kennen – und nur rund jeder Neunte hatte diese bereits genutzt.

Bezüglich der Akzeptanz kam die Studie zu gemischten Ergebnissen: Ein Großteil der Befragten, genauer gesagt 85 Prozent, zeigte sich zwar offen für die Nutzung von Mehrwegverpackungen und bewertete das Konzept grundsätzlich positiv.

66 Prozent der Befragten verbanden Mehrweg aber auch mit einem Mehraufwand und wollten nach dem Auspacken nicht mehr viel mit der Verpackung zu tun haben.
 
 
Interessant: Je stärker ausgeprägt das Bewusstsein für Nachhaltigkeitsthemen bei den Befragten war, desto kritischer und negativer war ihre Einstellung gegenüber Mehrwegverpackungen.

 

WELLPAPPE: FAVORIT DER KONSUMENTEN

Versandverpackungen aus Wellpappe genießen laut der IFH-Studie das deutlich bessere Image bei den Verbrauchern. Mehr als doppelt so viele Konsumenten würden Wellpappe bevorzugen, wenn Onlinehändler diese neben Mehrwegverpackungen anbieten würden. Die Gründe dafür sind vielfältig, häufig genannt werden:
 
  • Der geringe Aufwand
    Bei Wellpappenverpackungen ist keine Rücksendung notwendig und es braucht kein Pfandsystem.
     
  • Der natürliche Rohstoff
    Wellpappe wird aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen. Kunststoff wird hingegen auch bei mehrmaliger Verwendung kritisch betrachtet.
     
  • Das einfache Recycling
    Recycelbare Materialien werden von den Verbrauchern explizit gewünscht. Der Recyclingprozess gestaltet sich einfacher als das Mehrwegsystem.


Für die Wiederverwendung von Verpackungen sprechen sich die meisten Konsumenten trotzdem aus, auch bei Wellpappe: Neun von zehn Befragten stimmen zu, dass sie es gut fänden, wenn Online-Händler Wellpappenverpackungen von Retouren erneut anbieten würden.
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